Sticken und Drucken – Ein Vergleich

Hier treffen zwei Welten aufeinander, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite haben wir das gedruckte Bild auf glattem Papier, welches sich aus vielen winzigen Farbpunkten (Rasterpunkte) zusammensetzt.

Farbauszüge
Die einzelnen Farbauszüge ergeben im Druck übereinander das farbige Bild

Der Druck

Rasterpunkte
Bild wie im Druck gerastert. Per Klick vergrößern.

Zur Erklärung: Ein vollfarbiges Bild, wie wir es aus Büchern, Zeitschriften, Zeitungen oder Werbeflyern kennen, besteht aus den vier Grundfarben, kurz CMYK oder 4C. CMYK setzt sich zusammen aus den ersten Buchstaben der Wörter Cyan, Magenta, Yellow und Key. Key ist der Schwarzanteil. Es handelt sich um das substraktive Farbsystem. Dies erlaubt eine feine Darstellung von Details und beliebigen Farbverläufen.

Der Stick

Das Barone-Logo auf Caps
Das gestickte Barone-Logo auf Caps.

Auf der anderen Seite haben wir die Stickerei. Diese besteht aus Fäden auf einem Stoff. Auch Stoff besitzt Struktur und Farbe. Ein Stich kann nicht beliebig kurz oder lang werden. Farbverläufe sind schwer zu realisieren.

Optische Wahrnehmung

Der Druck von Farbe auf Papier erzeugt keine Effekte. Er ist zweidimensional. Das liegt an der Beschaffenheit von Papier und Druckfarbe. Sie sind matt. Möchte man einen dreidimensionalen Effekt erzielen, muss man diesen in das Bild durch Schatten, helleren Farben oder auch Farbverläufen einarbeiten.

Die Stickerei ist dreidimensional. Stickgarn glänzt selbst. Durch Licht und Schatten entsteht Dreidimensionalität von ganz alleine.